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Verkehrs- und Gestaltungskonzept für Wolfurter Straßen

Rickenbach © Johann Peer

Am 22. März wurden im Rahmen einer ersten Beteiligungsveranstaltung im Cubus Wünsche und Anregungen der Wolfurterinnen und Wolfurter für das Verkehrs- und Gestaltungskonzept gesammelt.

Die Marktgemeinde Wolfurt hat das Fachplanungsbüro Besch & Partner mit der Erarbeitung eines Verkehrs- und Gestaltungskonzept für die Wolfurter Straßen und Wege beauftragt. Ziel ist es, einen „roten Faden“ für Fragen zur Gestaltung und Verkehrsorganisation der Wolfurter Straßen zu bekommen. Im Rahmen des Konzepts sollen keine Detailplanungen zu einzelnen Plätzen oder Straßenabschnitten erarbeitet, sondern grundsätzliche Fragestellungen behandelt werden: Funktion und Typologie der Wolfurter Straßen, grundlegende Bau- und Gestaltungsprinzipien, Empfehlungen zum Geschwindigkeitsniveau, Prinzipien für die Neuerschließungen größerer Siedlungsgebiete, etc. Die Erarbeitung des Konzepts erfolgt unter breiter Einbindung der Wolfurter Bevölkerung im Rahmen von drei Veranstaltungen. Ziel ist es, im Erarbeitungsprozess die Bedürfnisse aller von der Gestaltung und Verkehrsorganisation der Straßen betroffenen Personengruppen zu hören und diese so weit wie möglich zu berücksichtigen.

Ergebnisse der ersten Beteiligungsveranstaltung zum Verkehrs- und Gestaltungskonzept für die Wolfurter Straßen

Am 22. März wurden im Rahmen einer ersten Beteiligungsveranstaltung im CUBUS Wünsche und Anregungen der Wolfurterinnen und Wolfurter für das Verkehrs- und Gestaltungskonzept gesammelt. Knapp 150 Wolfurter Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Gemeinde, sich bei der ersten Bürgerveranstaltung genauer über das Vorhaben zu informieren und ihre Wünsche und Anliegen vorzubringen. Bürgermeister Christian Natter betonte in seinem Eingangsstatement, dass die Gemeinde bei der Erstellung des Konzepts eine enge Zusammenarbeit mit allen Wolfurterinnen und Wolfurtern sucht. Nur auf diesem Weg, so Natter, kann ein Konzept entstehen, in dem die Wünsche und Anliegen der Bevölkerung bestmöglich berücksichtigt werden können. Gleichzeitig wies Natter auch darauf hin, dass dieses Konzept in erster Linie als Richtschnur für zukünftige Maßnahmen dient.

Bürgerbeteiligung

Wie die Beteiligung der Bevölkerung aussehen soll, legte im Anschluss Wolfgang Pfefferkorn (Büro Rosinak&Partner) dar. Er ist seitens der Gemeinde beauftragt, den Beteiligungsprozess zu begleiten und die Bürgerveranstaltungen zu moderieren. “Es wird nach dem heutigen Bürgerinformationsabend noch zwei weitere Veranstaltungen geben“, so Pfefferkorn. Wer bei diesen kommenden Veranstaltungen dabei sein möchte, kann sich bei Bettina Hopfner im Bauamt anmelden. Ziel ist es, die erarbeiteten Vorschläge mit einer Begleitgruppe aus Bürgerinnen und Bürgern zu haben, die der Wolfurter Bevölkerung möglichst gut entspricht. Die Gemeinde wird deshalb auch versuchen, Personengruppen gezielt anzusprechen, die sich aus Erfahrung oft Scheu vor der Mitwirkung an solchen Beteiligungsprozessen haben (z.B. Jugendliche). Die mit der Fachplanung beauftragten Verkehrsplaner und die von der Gemeinde eingerichtete Projektgruppe werden die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen und in der nächsten Veranstaltung darüber informieren, was in die Planung aufgenommen werden konnte bzw. aus welchen Gründen gegebenenfalls einzelne Anliegen nicht berücksichtigt werden konnten.

Verkehrsplanung

Nach der Einführung des Bürgermeisters und den Erläuterungen zur Bürgerbeteiligung zeigten die beauftragten Verkehrsplaner des Büros Besch und Partner, Anton Gächter und Alexander Kuhn auf, welche fachlichen Aspekte bei der Erarbeitung des Konzepts zu berücksichtigen sind. Nach einer Bestands- und Problemanalyse geht es darum, Straßen-Typologien für die einzelnen Funktionen im Wolfurter Straßen- und Wegenetz zu entwickeln: Welche Straßen sind Anliegerstraßen, welche sind Sammelstraßen, welche sind Erschließungsstraßen? Diese Straßentypen unterscheiden sich in ihren Bau- und Gestaltungsprinzipien (Fahrbahnbreite, Beleuchtung, Gestaltung des Straßenraums). Außerdem sollen im Rahmen der Verkehrsplanung für diese Straßentypen auch Prinzipien zur Verkehrsorganisation erarbeitet werden (Geschwindigkeiten, Vorrangregelungen, Parkierung usw.).

Problemorte und Orte, an denen es gut funktioniert

Im Anschluss an den Vortrag der Verkehrsplaner zeigten die Wolfurterinnen und Wolfurter im Rahmen einer Ausstellung auf mehreren Plakaten, wo derzeit die Probleme im Wolfurter Straßen- und Wegenetz liegen und welche Abschnitte gut funktionieren.

Bereits zahlreiche Hinweise und Rückmeldungen gesammelt

Im dritten und abschließenden Teil des Abends sammelten die Wolfurter Bürgerinnen und Bürger in insgesamt 21 Kleingruppen jene Punkte, die aus ihrer Sicht bei der Erarbeitung des Konzepts besonders zu berücksichtigen sind. Nach einer kurzen Zusammenschau der Ergebnisse fand der Abend in einem gemütlichen Umtrunk seinen Ausklang. „Aus unserer Sicht war die Veranstaltung sehr wertvoll“, zogen die Verkehrsplaner Kuhn und Gächter ein positives Resümee von der ersten Beteiligungsveranstaltung. „Als Planer schätzen wir den Input aus der Bevölkerung sehr. Zudem ist es wichtig, dass Menschen an einen Tisch kommen und sich über ihre Probleme und Wünsche austauchen können. Die Veranstaltung hat hierzu den passenden Rahmen geboten.“

Wie geht es nun weiter?

Die Ergebnisse der ersten Bürgerveranstaltung werden nun von der Gemeinde und vom Planungsteam aufbereitet. Die Verkehrsplaner werden bis zur nächsten Bürgerveranstaltung am 18.Juni bereits erste Vorschläge entwickeln, die dann mit den Personen diskutiert werden, die sich für die weiteren Beteiligungsschritte angemeldet haben.