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Sprachförderung als Aufgabe für ganze Gemeinde

Spiel- und Freiraumkonzept

Die ganze Gemeinde ist eingebunden in dieses Projekt, das in seiner Art nicht nur Modellcharakter in Vorarlberg hat, sondern Österreichweit einzigartig ist.

Mehrsprachigkeit und Unterstützung beim Spracherwerb wird in Wolfurt zum Thema für die ganze Gemeinde gemacht. Begleitet von „okay.zusammen leben”, der Projektstelle für Zuwanderung und Integration, entstand ein Projekt, das bei der Sprachförderung Kinder bereits ab dem zarten Alter von eineinhalb Jahren mit einbezieht. „Erlernt ein Kind die Sprache des Landes in dem es lebt erst im Kindergarten, kann es bereits zu spät sein”, weiß Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger aus etlichen Beispielen und Erfahrungen. Die Sprachförderung soll deshalb schon im Kleinkinderalter ansetzen, damit später die Chancen in Schule und Ausbildung sowie im Berufsleben intakt bleiben.

In Wolfurt wurde deshalb ein Netzwerk von Personen gebildet, die sowohl Zugang zu den Eltern als auch Kindern ab der frühesten Kindheit haben. Mehrsprachigkeit bewusst machen und die Sprache des neuen Heimatlandes perfekt beherrschen zum lernen sind die Ziele. Eingebunden sind hier interessierte Eltern, Vereine, Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund, Arztpraxen, Einrichtungen der Kinderbetreuung, Kindergärten, Schulen oder auch die Bibliothek.

Schnittstelle Kindergarten-Schule

Bürgermeister Christian Natter ist es wichtig, Kinder und Schüler über die ganze Zeit hindurch zu fordern und zu fördern: „Wir schauen bereits bei der Kleinkinderbetreuung auf die Sprachförderung. Dabei ist das Funktionieren der Schnittstelle vom Kindergarten zur Schule von besonderer Bedeutung und darum sind bei uns auch die Schulen voll in das Projekt eingebunden.” Natter will in seiner Gemeinde damit für mehr Chancengleichheit sorgen und sieht das auch ganz pragmatisch: „Wird die Sprache beherrscht, so hat das positive Auswirkungen auf das Leben und soziale Gefüge in der Gemeinde.”

Beitrag zur Chancengleichheit

Eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe setzt sich mit Fragen wie der Mehrsprachigkeit im Alltag, wo und wie sie wahrgenommen wird und mit dem möglichen Entwicklungspotential auseinander. Aus allen Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen haben mehr als 20 Mitarbeiterinnen zwischen 10 und 40 Stunden in Workshops investiert. Von Beginn an signalisierten auch die Wolfurter Schulen ihr Interesse an diesem Projekt. Sie alle ziehen an einem Strang, bringen sich mit ihren Erfahrungen und Möglichkeiten in das Netzwerk ein und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Integration und Chancengleichheit. „Wolfurt ist die erste Gemeinde Vorarlbergs, in der das Netzwerk ‚mehr Sprache’ für alle Kinder bis zum Ende der Mittelschulzeit zum Tragen kommt”, freut sich Bürgermeister Christian Natter, der den Schulen ausdrückliches Lob für ihr Engagement zollt. Noch diesen Monat soll es zum Thema Sprachförderung eine große Auftaktveranstaltung mit den Lehrerteams aller drei Wolfurter Schulen geben. Mit der Umsetzung des Projekts soll dann ab dem Schuljahr 2014/15 begonnen werden.