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Spatenstich für neue Altstoff-Sammelqualität am Hofsteig

Mit dem Spatenstich am 2. März 2017 startet der Bau des Altstoffsammelzentrums (ASZ) Hofsteig

Mit dem Spatenstich am 2. März 2017 startet der Bau des Altstoffsammelzentrums (ASZ) Hofsteig in Lauterach. Die vier Verbandsgemeinden Lauterach, Kennelbach, Schwarzach und Wolfurt schaffen damit für ihre BürgerInnen eine ganz neue Qualität: 45 verschiedene Altstoffe können während der umfangreichen Öffnungszeiten abgegeben werden – inklusive fachkundiger Beratung. Auch im Hinblick auf Umwelt und Ressourcen setzen die Gemeinden so neue Maßstäbe – zum Vorteil für unsere Zukunft, wie die Schüler der Volksschule Lauterach-Unterfeld beim Spatenstich deutlich machen. Das ASZ soll im kommenden Herbst in Probebetrieb gehen.

In unserer Konsumgesellschaft wird der sachgerechte Umgang mit Abfällen und Altstoffen immer wichtiger: Statistisch fallen in Vorarlberg 330 Kilogramm Material pro Kopf und Jahr aus der kommunalen Abfuhr an – das sind 130.000 Tonnen landesweit. „Gemeinsam lässt sich vieles leichter bewerkstelligen, auch der zeitgemäße Umgang mit jenen Materialien, die wir „loswerden“ wollen“, machen die Bürgermeister der vier beteiligten Gemeinden Lauterach, Wolfurt, Schwarzach und Kennelbach bewusst. Deshalb haben sich in den vergangenen Jahren verschiedene Gremien dieser Gemeinden gemeinsam und intensiv mit dem Abfallsystem auseinandergesetzt. Externe Experten u.a. vom Umweltverband und vom Land Vorarlberg haben sie sehr unterstützt. Wichtigstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit: Der Bau eines gemeinsamen Altstoffsammelzentrums (ASZ) Hofsteig an der Lauteracher Industriestraße und die Gründung eines Gemeindeverbandes dafür, dessen Obmann der Lauteracher Bürgermeister Elmar Rhomberg ist.

Gemeinsam mehr Servicequalität und zeitgemäße Altstofflösungen schaffen


Umfassende und kundenfreundliche Öffnungszeiten, eine ganz neue Qualität der Altstoff-sammlung und –verwertung, kompetente Beratung und Betreuung: „Mit dem neuen ASZ steigern die vier Gemeinden die Altstoff-Sammelqualität für ihre Bürgerinnen und Bürger in jeder Hinsicht um ein Vielfaches“, erläutern die Bürgermeister Elmar Rhomberg, Christian Natter, Manfred Flatz und Hans Bertsch. „Die Altstoffsammlung wird topmodern, effizienter, verursachergerechter und kundenfreundlicher als zuvor – und das mit vergleichbarem finanziellen Aufwand.“ Dabei ist ASZ mehr als eine übliche Sammelstelle: Als „Ressourcenpark“ ist es zentraler Baustein dafür, dass in unserem Land vorhandene Ressourcen künftig noch besser genutzt werden können.

45 Fraktionen und 20 bis 30 Stunden pro Woche geöffnet

45 verschiedene Abfallarten von Sperrmüll, Altholz, Grünabfällen über (funktionsfähige) Elektroaltgeräte bis hin zu Problemstoffen können im neuen ASZ abgegeben werden. Und das zu sehr kundenfreundlichen Öffnungszeiten: Unter den 30 Stunden, die das ASZ wöchentlich regulär geöffnet hat, finden sich auch Randzeiten – so etwa dienstags und freitags bis 19.00 Uhr und samstags über den Mittag hinaus. Die Randzeiten bleiben auch von Dezember bis Februar erhalten, wenn das ASZ saisonbedingt die Öffnungszeiten auf 22 Stunden pro Woche reduziert.
Viele Altstoffe können kostenlos abgegeben werden. Einzelne Fraktionen werden nach Menge und damit verursachergerecht abgerechnet, bezahlt werden kann direkt im ASZ. Für die Grünmüllabgabe gibt es eine pauschale Jahresgebühr von 20 Euro pro Haushalt. Es sei denn, die Grünabfälle werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad gebracht: Dann ist die Abgabe kostenlos. Rasen- und Strauchschnitt können während der Vegetationsperiode weiterhin in den einzelnen Gemeinden bei den Sammelstellen abgegeben werden, diese werden vom ASZ mitbetreut.

ASZ als Fortschritt



Auch Landesrat Johannes Rauch sieht das Vorhaben der Gemeinden sehr positiv: „Das neue ASZ bedeutet Fortschritt: Ich freue mich über die breite Kooperation der vier Gemeinden Lauterach, Kennelbach, Schwarzach und Wolfurt. Das hat Vorbildwirkung und zeigt: Gemeinsam können größere und technisch besser ausgestattete Anlagen betrieben werden. Das ASZ garantiert niedrigere Kosten für die Gemeinden, mehr Service für Bürgerinnen und Bürger und die stoffliche Trennung und das Recycling von Haushaltsabfällen. Besonders von der Elektroaltgeräteannahme erwarte ich mir positive Effekte für ReUse.  Funktionsfähige Elektrogeräte wie Kühlschränke und Radios finden über das ASZ und die Caritas noch AbnehmerInnen und werden nicht einfach entsorgt.“

Richtig verwerten – auch im Sinne unserer Kinder


Sinnvolle Abfallverwertung ist auch sehr im Sinne unserer Nachkommen – schließlich sind sie die Leidtragenden, wenn der Abfallberg immer weiter wächst. Stellvertretend für die nächste Generation sind beim Spatenstich Kinder der 3a-Klasse der VS Unterfeld dabei. Sie beschäftigen sich im Unterricht immer wieder mit Umweltthemen, haben eine eigene „Müllpolizei“ und wissen auch schon über die verschiedenen Abfallarten Bescheid. „Es ist wichtig, dass wir auf die Umwelt schauen“, wissen die SchülerInnen und sind beeindruckt: „Was man aus Abfall alles machen kann, wenn er richtig gesammelt wird, ist voll cool.“ Auch verzichten sie z.B. auf Hefteinbände und nutzen Jausenboxen. Und: Abfälle einfach wegwerfen geht gar nicht!

Optisch und technisch ausgereiftes Gebäude


Einiges zu bieten hat auch das ASZ-Gebäude, an dem ab sofort gebaut wird. Der Siegerentwurf ging aus einem mehrstufigen Architektenwettbewerb unter sechs Vorarlberger Architekturbüros hervor. Die Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf der Schwarzacher Arbeitsgemeinschaft Architekturbüro Christian Lenz ZT GmbH/Architekten Hermann Kaufmann ZT GmbH. Das Gebäude überzeugt funktional und bildet ein architektonisch hochwertiges Ensemble mit dem Heizwerk. Weitere Stärken sind der klare Abschluss gegen den Radweg im Süden und eine Palisade, die den Blick vom ASZ-Vorbereich auf die umgebende Riedlandschaft freigibt. Das Gebäude wird mit dem Servicepaket „Nachhaltig:Bauen in der Gemeinde“ des Umweltverbandes und seiner Partner ökologisch optimiert und damit auch selbst möglichst umweltbewusst ausgeführt.

Fakten in Kürze

- Baustart im März 2017, (Probe-)Betrieb ab Herbst 2017
- 45 Abfallfraktionen können abgegeben werden
- kundenfreundliche und übersichtliche Öffnungszeiten (30 Stunden/Woche von März-November, 22 Stunden von Dezember-Februar)
- Beratung durch Experten vor Ort
- Abgabe von Rasen- und Strauchschnitt während der Vegetationszeit auch an den gewohnten Sammelstellen in den anderen drei Gemeinden

Impulse der SchülerInnen der Volksschule Lauterach-Unterfeld

„Unser Pausenabfall wird durch das Projekt „Müllpolizei“ kontrolliert und so sorgen wir in unserer Schule für eine ordentliche Abfalltrennung.“

„Die Umwelt ist uns sehr wichtig. Wir achten stets auf umweltfreundliche Materialien und können dadurch Kunststoffabfall vermeiden. Außerdem verzichten wir auf Hefteinbände, um die Umwelt zu schonen.“

„Unsere Jausen nehmen wir in Jauseboxen zur Schule, da wir diese wiederverwenden können und so auf Alufolie, Frischhaltefolie, Papiertüten, etc. verzichten können.“

„Täglich produzieren wir sehr viel Abfall und müssen diesen auch zu Hause ordentlich in Altpapier, Kunststoff, Restmüll, Biomüll, Metall, Weiß- und Buntglas trennen.“

„Der Abfall sollte nicht achtlos in die Umwelt geworfen werden, denn es stehen jede Menge Abfalltonnen und Abfalleimer für die Entsorgung zur Verfügung.“