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"Solaranlagencheck“ - regelmäßige Wartung zahlt sich aus

Solaranlagen-Check

100 Solaranlagen in den Hofsteiggemeinden überprüft – regelmäßige Wartung zahlt sich aus

Im Rahmen der Schwerpunktaktion „Solaranlagencheck“ der fünf Hofsteiggemeinden Kennelbach, Hard, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt wurde klar, dass sich eine regelmäßige Wartung und Kontrolle durch einen Fachmann auszahlt – denn ein Großteil der rund 100 überprüften Solaranlagen hatten Mängel. Mängel, die den Ertrag, aber auch Sicherheit und Zuverlässigkeit bzw. Langlebigkeit der Anlage beeinträchtigen. Verwunderlich ist dieses Ergebnis nicht, werden doch die meisten Solaranlagen nicht wie andere technische Anlagen oder das Auto regelmäßig gewartet.

Häufigste Fehlerquelle

Größtenteils gehen die Mängel auf Alterung bzw. fehlende Wartung zurück, zum Teil liegen die Ursachen aber auch in der Installation oder in Produktfehlern. Häufigste Mängel waren mangelhafte Fühler, mangelhafte Kollektorfunktion, unpassender Anlagendruck und mangelhafte Kollektormontage. Würden die geprüften Anlagen einwandfrei laufen, könnten pro Jahr rund 110.000 kWh Solar-Ertrag mehr erwirtschaftet werden. Das entspricht einer eingesparten Menge von rund 14.000 Liter Heizöl.
Es zahlt sich also aus, die eigene Solaranlage regelmäßig durch einen Fachmann alle zwei bis max. fünf Jahre warten zu lassen.

Tipps zum Selbst-Check

Jeder Anlagenbesitzer kann selbst einen Beitrag für eine gut funktionierende Solaranlage leisten:

1. Rohrdämmungen und Kollektor überprüfen: Der Kollektor kann bei einem Wetterumschwung beschlagen, was aber nicht mehrere Tage dauern soll. Feuchtigkeitspuren am Unterdach oder am Kollektorglas deuten auf undichte Stellen. Die Leitungen sollen ausreichend gedämmt sein, die Dämmung intakt und vollständig.

2. Anlagendruck beobachten: Je nach Temperatur schwankt der Anlagendruck. Der vom Installateur angegebene Druck bei kalter Anlage sollte höchstens um 0,5 bar unterschritten werden. Die meisten Anlagen arbeiten zwischen 2 und 5 bar.

3. Fehlzirkulation: Wenn die Kollektortemperatur nachts über der Außentem¬peratur liegt, wird der Kollektor vermutlich durch Fehlzirkulation aufgeheizt. In diesem Fall sind die Rückschlagventile zu prüfen.

4. Nachheizung abschalten: Das Abschalten der Nachheizung (Elektroheizung im Boiler oder Heizkessel) im Sommer verhindert unnötiges Aufheizen und lässt einen Ausfall der Anlage sofort erkennen.

Diese und weitere Tipps finden Sie auf der Homepage des Energieinstituts Vorarlberg: www.energieinstitut.at.