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Radfahren durchs Ried: Die Planungen für die Radrouten im nördlichen Rheintal gehen weiter

Rad-Ried-Tag

Nachdem in einem einjährigen kooperativen Planungsprozess Varianten für Alltagsradrouten durch das Ried entwickelt wurden, gehen die Planungen für die Radrouten und Untersuchungen zur Naturverträglichkeit in die nächste Phase. „Die Variantenuntersuchungen sind abgeschlossen, und die Routen mit dem größten Potential liegen am Tisch. Jetzt gilt es, die Planung zu vertiefen, die konkreten Auswirkungen auf die Natur im Detail zu prüfen und Lösungen zu finden“ informiert Mobilitätslandesrat Johannes Rauch.

2017 startete der ambitionierte Prozess zur Schaffung von attraktiven, sicheren und schnellen Alltagsradrouten durch die Riedgebiete des nördlichen Rheintales. Mit dem Schließen von bestehenden Lücken im Radverkehrsnetz durch das Ried werden Wohngebiete und Arbeitsstätten in den angrenzenden Gemeinden besser erreichbar. Der Umstieg aufs Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Bei den Riedgebieten handelt es sich um hochsensible Natur- und Landschaftsräume, deren zentrale Bereiche als Natura 2000-Gebiete, Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen sind. Diese Rahmenbedingungen werden in den Überlegungen und Planungen mitberücksichtigt.

Neben den Gemeinden Lauterach, Lustenau, Hard, Höchst, Wolfurt, Fußach, Gaißau, Schwarzach und Dornbirn sind auch Vertreter des Landes Vorarlberg sowie des Naturschutzes, der Wasserwirtschaft, der Landwirtschaft, der Jagd und auch der Schweizer Ortsgemeinde Au in den Planungsprozess eingebunden.

In den kommenden Monaten konkretisiert das Planungsteam die Radrouten. Eine besondere Herausforderung stellt die Radwegführung im Bereich vom „Senderknoten“ dar.  Eine adäquate Querung der stark befahrenen Landesstraßen soll für den Radverkehr geschaffen werden. Sämtliche Radrouten werden einer Naturverträglichkeitsprüfung unterzogen.

Wie auch schon im vorhergegangen Prozess begleiten die Büros Rosinak & Partner (Dornbirn/Wien), Revital (Dornbirn/Nußdorf-Debant) und Planoptimo aus Tirol das Land Vorarlberg und die involvierten Gemeinden bei einer  breit getragenen Lösung. Die Planungen sollen bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein.