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Miteinander auf Vorarlbergs Alpen

Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh

Das gute Miteinander auf Österreichs Alpen* und Weiden
In Österreich gibt es rund 8.000 bewirtschaftete Alpen und Weiden. Sie sind Natur pur, geschätzte Urlaubsziele und wichtige Wirtschaftsräume. Dass das so ist, verdanken wir unseren Bäuerinnen und Bauern. Sie pflegen diese schönen Naturlandschaften und wahren mit dem Alpauftrieb von Weidevieh eine jahrhundertealte Tradition. Österreichs Alpen und Weiden prägen unsere Kulturlandschaft, stehen für regionale Lebensmittel und natürliche Vielfalt. Sie sind aber auch ein wichtiger Tourismusfaktor.

Landwirtschaft und Tourismus – gemeinsam stark
Das Zusammenspiel von Freizeittourismus und traditioneller Alp-Bewirtschaftung ist ein bewährtes
Erfolgsrezept: Die Gäste bekommen ein natur verbundenes Freizeiterlebnis, der Tourismus wiederum erhöht die Wertschöpfung in der gesamten Region.
Viele Alpen führen eine Ausschank und bieten Gästen saisonale und köstliche Erfrischungen an. Auf einigen Alpen gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten. Im Winter sind jene Hütten heiß begehrt, die sich entlang von Schi-Pisten und Langlauf-Loipen befinden. Steigende Besucherzahlen unterstreichen den Wert einer aktiven Alp-Wirtschaft – sowohl als Tourismus als auch Erholungsraum.
Nur wenn auch in Zukunft Tiere aufgetrieben und die Alpen flächendeckend bewirtschaftet werden, bleibt Österreichs einzigartige Kulturlandschaft gepflegt und frei zugänglich. Darum setzen wir auch in Zukunft auf ein gutes Miteinander auf Österreichs Alpen und Weiden.

* Die Bezeichnung "Alpe" entspricht dem hochdeutschen Begriff "Almen"

10 Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh

1. Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!

2. Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken!

3. Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!

4. Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen!

5. Wanderwege auf Alpen und Weiden nicht verlassen!

6. Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!

7. Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!

8. Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!

9. Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!

10. Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt!

Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus

"Das gute Miteinander von Landwirtschaft und Tourismus
auf Österreichs Almen ist mir wichtig. Die Bäuerinnen und Bauern bewirtschaften unsere Naturlandschaften, die Gäste bringen Wertschöpfung
in die Region. Mit klaren Verhaltensregeln für die Besucher stärken wir dieses
Miteinander für die Zukunft."

Josef Moosbrugger, Landwirtschaftskammer Österreich Präsident

"Hinter dem einzigartigen Urlaubserlebnis in Österreichs Bergen stecken die harte und traditionsreiche Arbeit unsere Almbäuerinnen und Almbauern. Zehn klare Verhaltensregeln erhöhen die Sicherheit und helfen Konflikte zu vermeiden. Unser Ziel ist es, dass die Bäuerinnen und Bauern ihren Tätigkeiten nachgehen, bzw. die Gäste sich wohlfühlen können."

Christian Gantner, Landesrat Vorarlberg

"Unser Älplerinnen und Älpler leisten durch die naturnahe Bewirtschaftung der Alpen einen unverzichtbaren Beitrag für die Erhaltung und die Attraktivität des Kulturraums und für die Lebensqualität. Die klaren Verhaltensregeln
unterstützen die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bauern bzw. Älplern, Vermarktern, Handel, Tourismus und Konsumenten."

Christian Schützinger, Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus

"Die alpine Kulturlandschaft ist ein attraktiver Raum, in dem sich Einheimische und Urlaubsgäste gerne erholen und bewegen. Damit uns diese Qualität erhalten bleibt, braucht es Respekt und Wertschätzung gegenüber der Natur und den Menschen in der Alpwirtschaft, die diesen besonderen Erholungsraum pflegen.“