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Definition:

Kind Händchen

Case Management ist ein Handlungsansatz, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass möglichst entlang eines gesamten Betreuungsverlaufes eines Patienten oder Klienten und quer zu den Grenzen von Versorgungseinrichtungen und -sektoren sowie Professionen ein maßgeschneidertes Versorgungspaket erhoben, geplant, implementiert, koordiniert und evaluiert wird.

Ziel:

Ziel ist es, dass in jeder Gemeinde/Region eine Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Betreuung und Pflege für Betroffene und deren Angehörige zur Verfügung steht. Neben der Informationsweitergabe sind das Erstgespräch zur Bedarfsklärung, die Koordination des individuellen Hilfebedarfs und die Fallbegleitung die wesentlichen Aufgaben. Das vorhandene Care Management erfüllt seine bisherigen Aufgaben weiterhin und kann bei Bedarf die Case Managerin in Anspruch nehmen.

Projektdauer:

Die Projektdauer wird bis 30. Juni 2013 festgelegt

Aufgaben und Inhalte:

  • Erste Anlaufstelle für die Bevölkerung in allen Fragen rund um die Altenbetreuung, allg. Erstberatung und Information über örtliche und überregionale Dienste und Leistungen in der Altenbetreuung
  • Hilfeplanung & Koordination des individuellen Hilfebedarfs Hausbesuche (Abklärung und Einschätzung vor Ort, Hilfe zur Selbsthilfe, klientenorientiert, Eigenverantwortung auch der Angehörigen)
  • Vermittlung von Dienstleistungen (Krankenpflegeverein, Mobile Hilfsdienste, Tagesbetreuung, Essen aud Rädern, Sonstige)
  • Vernetzung und Austausch mit den örtlichen und überregionalen Diensten (Fallbesprechungen, Care Management)
  • Bindeglied zwischen den verschiedenen Angeboten der ambulanten und stationären
  • Dienstleister Fallbegleitung (Nachgehende Beratung, Prävention, Dokumentation)„Kümmerer“ Anlaufstelle auch für sonstige soziale
  • Belange Abwicklung bzw. Teilnahme an verschiedenen Projekten (z.B. Aktion Demenz)

Vorteile für den Bürger:

  • Erarbeitung der Lösung im Sinne des Klienten
  • Beachtung des Grundsatzes „Hilfe zur Selbsthilfe“ sowie Selbstbestimmung fördern und sichern
  • Einforderung der Eigenverantwortung der Betroffenen bzw. der Angehörigen
  • Bürger mit Anliegen im Bereich häusliche / stationäre Pflege haben einen Ansprechpartner, der ihnen im Anlassfall (oft Notsituationen) weiterhilft und mit den zuständigen Stellen die Möglichkeiten abklärt
  • Sozialzentrumsfunktion und die Vernetzung der ambulanten und stationären Dienste wird weiter gestärkt

Vorteile für das System:

  • Doppelgeleisigkeiten werden vermieden
  • Fehlbelegungen im stationären Bereich können vermieden werden 
  • Vorhandene Ressourcen im ambulanten Bereich werden ausgeschöpft 
  • Kleinere Gemeinden können sich anschließen und Synergien nutzen

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  • Zielsetzungen werden mitgetragen 
  • Care Management ist vorhanden (Pflege und Betreuung) 
  • Beauftragung eines Trägers für die Übernahme des Case Managements 
  • Qualifikation für diese Stelle ist gewährleistet 
  • Teilnahme an der Praxisbegleitung bzw. Weiterbildung Case Management Aktive Mitarbeit bei der Evaluation 
  • Die geleisteten Stunden im Rahmen des Case Management werden dokumentiert

Finanzierung:

Die Bewilligung des Kostenvoranschlages und die Abrechung erfolgt über das Amt der Vorarlberger Landesregierung. Grundsätzlich werden für das Case Management der Personalaufwand (Lohnkosten, Lohnnebenkosten, Reisespesen und Fortbildungskosten) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (wie Miet-, Kommunikations- und Büroaufwand) gefördert.