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Hohe Investitionen erfordern Gebührenanpassung

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Massive Investitionen und erhöhter Sanierungsbedarf im Wasser- und Kanalnetz, neue Vorgaben seitens des Bundesfördergebers sowie Qualitätsverbesserungen in der Abfallentsorgung machen Anpassungen bei Gebühren erforderlich.


Dringende Sanierung und Erweiterung des Kanalnetzes

Das Wolfurter Kanalnetz war mit eines der ersten flächendeckenden in Vorarlberg. Nun, nach 60 Jahren, sind dringende Sanierungen fällig und durch die Siedlungsentwicklung muss das Netz auch immer wieder erweitert werden.

Es wurde alles genau angesehen, streng kalkuliert und auch Berechnungen mit und ohne Förderungen des Bundes angestellt. Eine Gebührenerhöhung ist daher unumgänglich, dies aber im nur unbedingt notwendigen Maße.

Kanal- und Wassernetz verschlingt Millionen

Allein die Wasserversorgung im Gewerbegebiet Hohe Brücke erfordert Investitionen in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Hinzu kommt die Abwasserentsorgung mit nochmals 1,2 Mio. Euro. Die Sanierung des Kanalsystems verschlingt in einem Zeitraum von 10 Jahren 5,4 Mio. Euro. Die Gewerbegebiete Rickenbach und Neuwiesen, die Inspektion der Hausanschlüsse und die Überprüfung des Kanalnetzes erfordern Aufwendungen von knapp 3 Mio. Euro. Im Bereich der Wasserversorgung sind für die Erstellung der Notverbindung im Trinkwasserverband mit Lauterach 1 Mio. Euro nötig. Für die Instandhaltungen des Leitungsnetzes, die Gewerbegebiete Rickenbach und Neuwiesen und den Hochbehälter Frickenesch sind es insgesamt weitere 1,45 Mio. Euro. Als weitere finanzielle Vorgabe kommt hinzu, dass der Bund erstmalig Mindestgebühren vorschreibt. Ansonsten gibt es seitens des Bundes keine Förderungen für Ausbau und Instandhaltung der Wasser- und Abwasserversorgung mehr. Umstände, die die Gemeindeverantwortlichen nun veranlassten, die Gebühren zu erhöhen.

(alle Beträge sind netto - zzgl. 10 % Mehrwertsteuer)

Mit Wirkung 1. Jänner 2017 wurden die Wassergebühren von der Gemeindevertretung auf EUR 0,76 EUR per m³ (bisher EUR 0,52) erhöht. Bei den Kanalgebühren werden im kommenden Jahr EUR 1,93 per m³ fällig (bisher EUR 1,51). Beide Erhöhungen wurden von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen.

Einstimmigkeit herrschte auch bei der Festsetzung der Grundsteuer. Hier wurde der Hebesatz von bisher 420% auf 500% erhöht.  Die letzte Erhöhung liegt bereits sechs Jahre zurück. Nicht außer Acht lassen darf man hier den Umstand, dass die Grundstückspreise in Wolfurt im Durchschnitt von EUR 300,-- per m² im Jahre 2010 auf heuer EUR 450,-- gestiegen sind.

Abfallgebühren

Pro Jahr und Wohnungsbenützer (gerechnet werden jedoch höchstens vier Personen pro Haushalt) werden künftig EUR 17,50 an Grundgebühr eingehoben. Bisher lag die Grundgebühr bei EUR 15,46. Die letzte Erhöhung fand hier ebenfalls vor sechs Jahren statt.

Das neue Altstoffsammelzentrum, das gemeinsam von den Gemeinden Lauterach, Kennelbach, Schwarzach und Wolfurt am Standort Lauterach errichtet wird, schlägt mit einem Investitionsaufwand von 3,6 Mio. Euro zu Buche. Der Anteil von Wolfurt liegt hier bei 1,2 Mio. Euro abzüglich Förderung. Das neue Altstoffsammelzentrum bringt einen wesentlichen Qualitätszuwachs und ermöglicht auch eine stark verbesserte Ressourcenverwertung. Die Anpassung der Gebühren wurde mit großer Mehrheit (4 Gegenstimmen) beschlossen.

Um bürgerfreundliche Gebühren bemüht

Die Gemeinde ist sei seit vielen Jahren um eine bürgerfreundliche Gestaltung der Gebühren und Abgaben bemüht. Dies ist durch strenge Kalkulation und sparsame Haushaltsführung bisher auch immer gelungen. Nun kommen einerseits jedoch sehr hohe Investitionsanforderungen auf  Wolfurt zu und andererseits sind wir vom Förderungsgeber Bund gezwungen, in einigen Bereichen Mindestgebühren vorzuschreiben. Und ohne die Förderungen des Bundes wären auch in Wolfurt gerade Aufwendungen im Bereich des Wasser- und Abwassernetzes nicht zu finanzieren.

Wir möchten uns für Ihr Verständnis bedanken!