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Entwicklung Rickenbach: Zweites Bürgerbeteiligungsverfahren

2. Bürgerbeteiligung - Ortsteilentwicklung in Rickenbach, 25.06.2015

Beteiligungsverfahren am 25. Juni 2015 brachte klare Vorstellungen zur Ortsteilentwicklungsplanung.

Runde zwei in der Ortsteilentwicklung Rickenbach: Großen Anklang fanden der Stadtcharakter im Kernbereich, die Öffnung des Rickenbachs, die Grünzonen sowie der Erhalt der alten Gebäude. Die Bürger wünschen sich, dass keine Wohnsilos entstehen und der Kellaweg nicht zur Durchfahrtsstraße wird. Dass der Zoo in der aktuellen Form erhalten bleibt, scheint allerdings schwierig.

Zoo wohl keine Zukunft

Alle Wünsche aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren lassen sich in der Ortsteilplanung Rickenbach leider nicht erfüllen. Obwohl von vielen Stimmen als erhaltenswert gewürdigt, wird der Doppelmayr-Zoo in seiner bestehenden  Form keine Zukunft haben. Hier habe sich die rechtliche Lage geändert und die mache einen Weiterbestand des kleinen Tierparks eher unwahrscheinlich. Bürgermeister Christian Natter sicherte aber zu, sich der Problematik anzunehmen und dem Thema Tiere seine Aufmerksamkeit zu schenken. In welcher Form jedoch ein kleines Tierparadies erhalten oder geschaffen werden kann, das steht heute noch ganz in den Sternen.

Öffnung Rickenbach

Wesentlich konkreter sind die Pläne, wie das frei werdende Areal künftig genutzt werden kann. So ist an eine Öffnung des mit Platten überdeckten Teils des Rickenbachs gedacht, an dem Gehwege, Plätze und Brücken entstehen können. Das Konzept sieht neue Rad- und Fußwege vor und vermehrt Naturraum. Historische Gebäude sollen erhalten und mit Neubauten ergänzt werden. Bei neuen Verbauungen sind durchmischte Strukturen (Wohnen, Arbeiten und Kultur) angedacht. Einhellig der Tenor der Bürgerversammlung: Es dürfen keine Wohnsilos entstehen und der Kellaweg darf nicht zur Durchfahrtsstraße werden.

Urbanität im Kernbereich

Die von Kuëss+Hörburger präsentierte Entwicklungsplanung, in der die Vorstellungen und Wünsche aus dem ersten Bürgerverfahren mit einbezogen wurden, sieht neben Erhaltungs- und Ergänzungszonen mehrere klar umrissene Baufelder vor. Eine gewisse Urbanität soll der Kernbereich (zwischen Brunnengasse und Kellaweg) erhalten und damit künftig Stadtcharakter ausstrahlen. Angedacht ist neu ein Biotop mit einem kleinen „Kellasee“, situiert in einer großzügig bemessenen Grünzone. Insgesamt wurden vom Projektteam zwei Erhaltungszonen und sechs Baufelder definiert. Zudem sind im Entwurf sechs Ergänzungsbaufelder ausgewiesen. In diesen bereits bebauten Flächen soll eine bauliche Verdichtung möglich sein.

Gemeinsam auf gutem Weg

Wie Bürgermeister Christian Natter ausführte, wurden seitens der über 150 Bürger, die sich beteiligten, viele Ideen des Projektteams bestätigt und begrüßt. „Insgesamt haben die Wolfurterinnen und Wolfurter sich überaus konstruktiv in den Entwicklungsprozess eingebracht. Gemeinsam mit den Bürgern, der Firma Doppelmayer und Kuëss+Hörburger sind wir auf gutem Weg.“

Masterplan bis Jahresende

Laut Natter könnten im Kernbereich erste Maßnahmen wie Abbrucharbeiten, Arrondierungen oder Vorbereitungen für einen Architekturwettbewerb bereits ab 2017 gesetzt werden, da Doppelmayr sein neues Verwaltungsgebäude an der „Hohen Brücke“ Ende kommenden Jahres beziehen wird. Das Werk 2 wird allerdings noch zehn Jahre in Rickenbach bleiben. Erst danach sind die in der Ortsentwicklungsplanung angedachten großen Lösungsansätze möglich. Die präsentierte Planung, die bei der zweiten Bürgerversammlung in Workshops vertieft wurde, dient der ArGe Kuëss+Hörburger nun als Grundlage für den Masterplan, der bis Jahresende vorliegen soll.

Zwischenstand "Städtebauliche Studie" - Konzeptansatz

Wolfurt - Rickenbach - Ortsteilentwicklung - Phase 3.
Handout 2. Informationsveranstaltung 25.06.2015.